Mehrsprachigkeit bei den Kindern

Viele Kinder werden bereits mit dem ersten Wort, das sie aussprechen, daran gewöhnt, dass ein und dasselbe Spielzeug mehrere Namen haben kann. Allerdings tun sich Kleinkinder im Alter bis zu vier Jahren – bis die Reifung des Hirns abgeschlossen ist – teilweise noch schwer damit, die verschiedenen Sprachen zu unterscheiden.

Kinder, die bei Eltern aufwachsen, die sich von Anfang an zweisprachig mit ihnen unterhalten, tun dies für gewöhnlich so gut wie akzentfrei, jedoch entwickelt sich später meist eine der Sprachen aufgrund der Umgebung wesentlich besser, was vor allem den Wortschatz betrifft.

Welche Vorteile hat die Mehrsprachigkeit in der Kindererziehung?
Allem voran sind es natürlich die erhöhten beruflichen Erfolgschancen, die viele Eltern dazu bringen, ihre Kinder zwei- oder mehrsprachig zu erziehen. Gerade in Deutschland ist Anpassung sehr wichtig um nicht ausgegrenzt zu werden. Ein weiterer, ebenso nicht unerheblicher Grund ist natürlich die Möglichkeit, sich mit den eigenen Verwandten – sollten sie einer anderen Kultur oder einem anderen Land angehören – zu unterhalten und so seine eigenen Wurzeln besser zu verstehen. Wer bereits im Kindesalter lernt zu verstehen, der wird es später einfacher haben Neues zu lernen.

Kann diese Form der Erziehung auch Nachteile mit sich bringen?
Konkrete Nachteile entstehen durch die mehrsprachige Erziehung nicht. Einzig das anfängliche Vermischen der verschiedenen Wörter könnte die Geduld vieler Eltern auf die Probe stellen, hier heisst es: Geduld haben, es zahlt sich aus.

Die Mehrsprachigkeit in der Kindererziehung nimmt mittlerweile einen großen Aspekt im Eltern-Dasein ein, sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Nach Möglichkeit sollte der Nachwuchs nicht damit überfordert und klare Grenzen zwischen den verschiedenen Sprachen aufgezeigt werden, um spätere Probleme beim Unterscheiden so gut es geht zu vermeiden. Am Sinnvollsten ist es die Mehrsprachigkeit einfach in den Alltag zu integrieren und die Kleinen damit spielerisch und ohne Druck daran zu gewöhnen.

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